Liebe Kolleg*innen in der Begleitung von Incoming-Freiwilligen,
Seminare im Kontext internationaler Freiwilligendienste sind zentrale Lern- und Erfahrungsräume – und gleichzeitig bringen sie unterschiedliche Perspektiven und Positionierungen zusammen. Gerade in der Arbeit mit Freiwilligen aus dem Globalen Süden in Deutschland stellt sich dabei immer wieder die Frage, wie Seminare machtkritisch, diskriminierungssensibel und dekolonial gestaltet werden können.
Die digitale Fortbildung unterstützt Euch als pädagogische Mitarbeitende, Honorarkräfte und Ehrenamtliche dabei, Eure Seminarpraxis weiterzuentwickeln und mehr Sicherheit im Umgang mit diesen Anforderungen zu gewinnen.
Im Fokus stehen konkrete Herausforderungen aus der Praxis: die Gestaltung von Lernräumen zwischen Safer/Braver Space und Austausch, der Umgang mit Rassismuserfahrungen internationaler Freiwilliger sowie die Reflexion der eigenen Rolle im Kontext von Macht- und Ungleichheitsverhältnissen.
Ziel ist es, die eigene Handlungssicherheit zu stärken, Ambivalenzen und Unsicherheiten zu reflektieren und Ansätze für eine machtsensible Seminarpraxis zu entwickeln. Neben Impulsen und methodischen Zugängen bietet die Fortbildung viel Raum für Austausch, Fallarbeit und kollegiale Reflexion.
Ablauf und Termine
Mittwoch, 16.09.2026 - 9 bis 13 Uhr (inkl. Einstieg & Kennenlernen)
Donnerstag, 24.09.2026 - 9:30 bis 12:30 Uhr
Donnerstag, 01.10.2026 - 9:30 bis 12:30 Uhr
Donnerstag, 08.10.2026 - 9:30 bis 12:30 Uhr
Zwischen den Terminen wird es kleinere Transferaufgaben zur Anwendung in der eigenen Praxis geben. Je nach Bedarf kann im Verlauf der Fortbildung zeitweise ein separater Austausch- und Reflexionsraum für BIPoC-Teilnehmende angeboten werden. Dieses freiwillige Angebot soll es ermöglichen, spezifische Erfahrungen, Fragen und Perspektiven in einem geschützteren Rahmen zu teilen und vertieft zu bearbeiten.
Die Teilnahme an allen Terminen wird vorausgesetzt
Inhalte und Ziele
Zu folgenden Inhalten wird es fachlichen Input und kollegialen Austausch geben:
- Dekoloniale und machtkritische Perspektiven in der Seminararbeit
- Reflexion der eigenen Haltung und Positionierung
- Umgang mit Rassismuserfahrungen internationaler Freiwilliger
- Machtverhältnisse im Seminar (z. B. Sprache, Wissen, Zugehörigkeit)
- Gestaltung von Lernräumen zwischen Sicherheit und Offenheit („Brave Space“)
- Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit diskriminierenden Situationen
- Austausch, kollegiale Beratung und Praxisreflexion
Zielgruppe
Pädagogische Mitarbeitende, Honorarkräfte und Ehrenamtliche der Mitgliedsorganisationen des vidi e.V. sowie der weiteren drei Verbünde*, die internationale Freiwillige während eines internationalen Freiwilligendienstes im Inland begleiten (Aufnahme). Auch pädagogische Mitarbeiter*innen weiterer Träger mit Incoming-Freiwilligen sind herzlich willkommen.
Zur Referentin
Die Fortbildung wird von Mariette Nicole Afi Amoussou durchgeführt, freiberufliche Trainerin, Beraterin und Prozessbegleiterin mit den Schwerpunkten Antirassismus, Diversity und dekoloniale Bildungsarbeit.
Sie verfügt über langjährige Erfahrung in internationaler Projekt- und Bildungsarbeit (u. a. in West- und Zentralafrika sowie Deutschland) und begleitet Organisationen in rassismuskritischen Veränderungsprozessen. Als Trainerin im ASA-Programm sowie in internationalen Freiwilligendiensten qualifiziert sie pädagogische Fachkräfte für eine machtkritische und diskriminierungssensible Praxis.
Kostenübernahme
Für Träger
- des QV weltoffen im vidi e.V. werden die Fortbildungskosten gemäß der bekannten Regelungen vollständig übernommen.
- der BFD-Zentralstelle im vidi e.V. können Fortbildungskosten nach Rücksprache ggf. übernommen werden.
- der weiteren Verbünde*: Der Beitrag für Fortbildungskosten beträgt pro Teilnehmer*in 120,00. Haltet ggf. vor der Anmeldung Rücksprache mit Eurem Verbund, um eine (anteilige) Kostenübernahme der zu Fortbildungskosten zu klären.
Für externe Träger im internationalen Bereich: Der Beitrag für Fortbildungskosten beträgt pro Teilnehmer*in 120,00 €. Die Rechnungsstellung erfolgt im Nachgang.
Anmeldefrist ist der 10.August.
Eine Teilnahmebestätigung wird zum Ende der Fortbildung ausgestellt.
Bitte beachtet, dass die Anmeldung verbindlich ist. Bei (Teil-)Stornierung müssen wir Kosten in Rechnung stellen. Meldet Euch bei Fragen gerne unter weltoffen@internationaledienste.de.
Wir freuen uns auf eine großartige Fortbildung mit Euch!
Theresia Haitz für das vidi-Team
*Agiamondo/fid, Gemeinsam für Qualität (GfQ), ventao
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